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PFIAT DI SCHEIBBS – HABE DIE EHRE WIEN

Birgit Lippeck Skizze Donauufer Pöchlarn
Kaffee und Kuchen an der Donau in Pöchlarn

Zeichenmaterial: Fineliner, Aquarellfarben, Aqua Brush, Skizzenbuch getöntes Papier

 

Los geht's! Freude, Freude! Nach einigen Verzögerungen und Planänderungen endlich Packtaschen gepackt, Fahrrad aufgesattelt, Rucksack umgeworfen. Aufbruch am Samstagmorgen um 9:15. Noch schnell eine Leberkäs-Semmel vom Schagerl in Scheibbs zur morgendlichen Stärkung und dann auf den Erlauf-Radweg nach Pöchlarn. Das Wetter ist mir hold und die Sonne scheint und lacht. Ich genieße die Landschaft und erreiche Pöchlarn nach gemütlicher und ungetrübter Fahrt kurz nach 12 Uhr MIttag. Bei Kaffe und Kuchen ein Stündchen Pause am Donauufer, wo die obige Skizze entstand. 

 

Gegen 13 Uhr geht es weiter auf dem Donauradweg nach Melk, wo ich eine kurze Pause zu Füssen des Stiftes einlege. Ein wunderbarer Tag zum Radfahren, trotz der großen Hitze, die ich durch viel Wassertrinken und gemütliches Dahinradeln gut vertrage. Nach Melk beginnt eine besonders hübsche Radstrecke durch die Wachau. Es sind viele Fahrradfahrer unterwegs und man grüßt sich gegenseitig. Wir Radler halten halt zusammen. Vorbei geht es an Weinbergen mit vollen Trauben, die bald reif sein werden, und an Obstgärten mit Apfel-, Birnen und Pfirsichbäumen, die reichlich leuchtende Früchte tragen. Ich unterdrücke mindestens hundert Impulse, stehen zu bleiben und mir eine der saftigen Früchte zu pflücken und kaufe mir stattdessen ein Körbchen mit Pfirsichen, an einem Stand. Die süß-säuerlichen Früchte verputze ich genüßlich während der Fahrt. Vorbei geht die Fahrt an Burgruinen, Klöstern und lieblichen Winzerdörfern. 

 

Gegen 16 Uhr erreiche ich Mautern und überquere die Donau über die Brücke. Ich mache einen kurzen Abstecher in das hübsche Loiben, wo ich beschließe, auch einmal eine ausgedehnte Sketching-Tour durch die Wachau zu machen, da es hier tolle Motive in Hülle und Fülle gibt. Vor einem historischen Gebäude mit der Aufschrift "Botschaft von Tegernsee", kam ich mit einer historisch sehr versierten Dame ins Gespräch, die mir Einiges über die Gegend erzählen konnte.

Nach fast 90 Kilometern Geradel, beschloss ich, von Krems aus mit dem Zug weiter nach Wien zu fahren, da ich nun doch etwas ermattet war und ich am Abend in Wien sein wollte. So schlenderte ich noch ein wenig durch die Kremser Altstadt, aß eine Kleinigkeit und setzte meine Fahrt mit der Bahn fort. Kurz nach 21 Uhr kam ich in Wien-Westbahnhof an und radelte das kurze Stück zum Atelier meiner Freund Jochen und Gerald, das bereits für meine Übernachtung vorbereitet war.

Mein Tagwerk beendete ich mit einer kleinen Skizze des Sammelsuriums auf einem Wandregal, das mir jedes Mal Spaß macht, wenn ich zu Besuch im Atelier bin. 

 

Birgit Lippeck Skizze Atelier
Sammelsurium am Wandregal im Atelier

Zeichenmaterial: Fineliner, Aquarellfarben, Aqua Brush, Skizzenbuch getöntes Papier


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